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Reise Tagebuch

Exkursion nach Wilhelmshaven&Helgoland: 3. April

Sonnenaufgang am Deich

Am Morgen, noch vor Sonnenuntergang schloss ich mich unseren “Birdern” (Vogelvollfreaks) an, die entlang des Deichs nach neuen Vögeln Ausschau halten wollten.

Neben den obligatorischen Möwen, Krähen, Steinwälzern und Austernfischern entdeckten wir noch einige Stockenten und auch, frisch nach Ostern, ein Kaninchen samt Bau. Unten seht ihr ein weiteres interessantes Phänomen: Silbermöwen, die wie ein Kunstwerk auf hintereinander angeordneten Balken dem Sonnenaufgang hinterhersehen.

Bitte nur eine Möwe pro Pfosten!
Norddeutsche Liebesbeweise

Besonders putzig fanden wir die sich putzenden Steinwälzer, hier ein Video für Euch!

Hier seht ihr meine Hefteinträge zum Vortrag des Vortages.

IMG_0091 Hefteintrag Watt 1
IMG_0092 Hefteintrag Watt 2

Am Nachmittag gingen wir nämlich noch einmal zum Museum, weil wir dort eine Wattwanderung bekommen sollten. Leider gingen wir nicht, wie man sich sowas vorstellt, weite Strecken über trockengefallenen Sand und Schlick. Wir blieben relativ nahe am Deich – viel weiter wären wir von unserer “Einstiegstelle” auch nicht gekommen. Dafür durften wir aber ein paar auf Schulklassen verschiedener Schularten zurechtgeschnittene Experimente machen.

Professionelles Planktonfischen Wir führten diverse Messungen durch, z.B. die Wassertemperatur und die Windgeschwindigkeit. Wir hielten Ausschau nach Schweinswalen. Wir fingen ein paar Garnelen, Plattfische und Plankton. Natürlich gruben wir auch einige der sagenumwobenen Wattwürmern aus.

Danach ging es wieder zurück “nach Hause”.

Wir hatten vormittags von der Hafenmauer ein paar Proben genommen und untersuchten sie abends im Labor. Darunter waren z.B. einige hübsche Polychäten:

Auf einem größeren Tunikaten fand ich eine hübsche Kolonie aus kleineren Tunikaten, die mir dadurch auffiel, dass sie blau schimmerten. Ein genauerer Blick und eine Nachfrage bei Wolfgang offenbarte, dass diese Tierchen sich kleine blaue und weiße Plättchen in den Mantel eingelagert hatten. Speziell bei den weißen handelt es sich auf jeden Fall um kleine Kristalle. Bei den blauen wahrscheinlich auch, vielleicht sind es aber auch Pigmente.

Auf dem großen Tunikat befanden sich auch noch eine kleine Bryozoen-Kolonie

und ein paar Glockentierchen:

Und hier meine Aufzeichnung dazu Smiley:

IMG_0093 Hefteintrag Tunikatenbewuchs (2)

Zu Abend grillten die neu ernannten Kombüsen-Chefs Nürnberger Würstchen und dazu gab es ausgezeichneten Kartoffel- und Feldsalat. Ich bekam sogar extra welchen ohne Mais.

Zum Einschlafen blätterte ich diverse Bücher und Heftchen durch, die etwas mit meinem erst jetzt gewählten Vortragsthema “Halophile Pflanzengesellschaften Helgolands” zu tun haben sollten.

Es ist der 11. April 2013. Dicker Nebel liegt über der Insel. Morgen geht es zurück nach Wilhelmshaven.

Euer Tinschen

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