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Reise Tagebuch

Exkursion nach Wilhelmshaven & Helgoland: 2. April

Hauptprogrammpunkt war an diesem Tag die Besichtigung und Führung durch das Museum.

Tiefseeausstellung
Seelilien

Bevor wir mit der Führung begannen, gab es einen Vortrag zum Großthema Watt, mit dem Hintergedanken, den angehenden Lehrern unter uns möglichst anschauliche Unterrichtsmethoden zu zeigen. Dies äußerte sich darin, dass wir im Wechsel allerlei Aufgaben zusammen lösen mussten. So zum Beispiel sollten wir die Entfernung von Erde zum Mond mit einem aufblasbaren Globus und einem Tennis- oder Golfball durch bestimmte Aufstellungen im Raum schätzen.

Wallunge und -herz
Blick in einen Wal von hinten auf v.a. die Lungen

Nach weiteren kleineren Quälereien bekamen wir dann endlich unsere Führung, wobei es dabei natürlich hauptsächlich eher um den pädagogisch-didaktischen Aspekt ging als um die Exponate.

So besichtigten wir auch die beiden Schülerlabore des Museums. Diese können Schulen besuchen und dort sehr gut aufbereitete Versuche auf eigene Faust nachvollziehen. Der “Walraum” enthält ein Original Walskelett eines Pottwals, der in der Nähe gestrandet war. Unser Museumsführer hat persönlich dabei mitgewirkt, den Kadaver zu diesem eindrucksvollen Ausstellungsstück zu präparieren. Die Lunge und das Herz im Rippenbogen im Bild oben hat übrigens der berühmt-berüchtigte Gunter van Hagens für das Museum konserviert.

IMG_0068 Tafel Krabben pulen
Billige, bereits gepulte Krabben werden nach dem Fang in Niedriglohnländer exportiert, dort gepult und dann wieder importiert. Frisch sind sie dann nicht mehr so wirklich.

Anschließend konnten wir noch beliebig lange durch das Museum streifen.

Am Abend war ich nicht im Labor sondern im Küchenteam. Auf dem Speiseplan stand “Bratkartoffeln mit Quark und Gemüse” für 20 Personen. Wie auf einem Schiff schälte die Mannschaft mit Helfern einen ganzen 5 kg-Sack Kartoffeln. Statt für mehrere Stunden in Wasser kochten wir sie scheibchenweise in der Mikrowelle mit einem Dampfdeckel vor. Nach Staudigl-Art haute ich zusammen mit dem ersten Maat ordentlich Pfeffer drauf. Das Husten der Küchenmatrosen hinter uns ignorierte ich auf grausame Weise.

IMG_0070 Kapitän Tina
Wenn das Schiffchen an Land steht, dann wird dem Tinschen im Schiff auch nicht schlecht.

Das Endergebnis stellte die hungrige Meute nach deren Angaben mehr als zufrieden. In solchen Momenten denke ich dann wieder einmal darüber nach, doch irgendwann einmal ein Restaurant zu eröffnen – verwerfe das dann aber gleich wieder. So einen Stress tu ich mir doch nicht dauerhaft an!

Es ist der 9. April 2013. Vorher hatte ich nie Zeit ein wenig zu bloggen. Helgoland ist einfach zu aufregend!

Liebe Grüße von der Insel,

euer Tinschen!

IMG_0073 Kugelfisch Präparat

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