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Ein kleines Rezept–gefüllte Auberginen vegetarisch

Normalerweise mache ich gefüllte Auberginen ungefähr nach diesem Rezept. Diesesmal wollte ich aber das Ganze in vegetarisch haben.

Retroperspektive 2020: „Komm zum Punkt, Alde!“ – hab ich mir beim Durchlesen gedacht. Deswegen steht hier jetzt fast kein Stein mehr auf dem anderen.

Ich hab den ursprünglichen Rezepttext überarbeitet und Teile gelöscht – sollte sich noch jemand erinnern und den heißen Brei vermissen – Sorry 🙂

Damit Du gleich Hunger bekommst und nicht erst am Ende des Rezepts:
Das hast Du am Ende auf dem Teller – und ich sage Euch, es ist ein Gedicht! Scheißegal ob ihr Fleisch esst oder nicht!

vegetarisch gefüllte Aubergine
Aubergine mit Kichererbsenfüllung auf Gorgonzola-Reis
Heieiei – Die Wohnung damals sah echt scheiße aus, deswegen hab ich ein Küchentuch auf die Herdplatte gelegt um vorzugaukeln, das wäre ein hübscher Esstisch. Naja.

Material:

  • kleiner hoher Topf (wie zum Milch kochen)
  • Ein Pürierstab!
  • Pfanne
  • Backofenform

Zutaten für 4 Portionen:

Für die Füllung:

  • 1 Hand voll Kichererbsen, halb eingeweicht (oder eine Dose bereits gekochte, dann kannst Du Dir das einweichen und ewig kochen sparen)
  • Olivenöl
  • 2-4 EL Tomatenmark
  • 1 Tomate (grob gehackt)
  • 1-4 Zehen Knoblauch (fein gehackt)
  • 1 TL getrocknete Minze oder 1 EL gehackte Minze
  • 1-2 TL Schwarzkümmel
  • Pfeffer und/oder Chili
  • 50-100 ml Weißwein
  • Salz, Zucker, Essig
  • 1 Zwiebel (grob gehackt)

Für die Aubergine

  • 2 Auberginen
  • Olivenöl
  • Kardamon
  • Feta

Für das „Gorgonzolarisotto“

  • 1 Tasse Reis
  • 2-4 Champignons (gehackt)
  • die „ursprüngliche Füllung“ der Aubergine (gehackt)
  • 50 g Gorgonzola

Du, zurecht: „Und was mach ich jetzt damit?“

Die Füllung

  • Falls die Kichererbsen nicht aus der Dose sind, erstmal einen Tag in die Vergangenheit reisen und sie übernacht einweichen lassen. Vor Verwendung abtropfen lassen. Das Einweichwasser kann weg, da es unverdauliche Giftstoffe enthält. Dann müsst ihr die immer noch recht harten Kichererbsen noch so lange kochen, bis sie zumindest anfangen, kartoffelig weich zu werden. Oder Du nimmst halt gleich welche aus der Dose 🙂
  • Olivenöl in die Pfanne tun und Herd aufdrehen. Schwarzkümmel, Knoblauch, Tomatenmark und – falls gewünscht – Chili anrösten (ich rate aber, sparsam zu sein, zu viel verdeckt die sonstigen Aromen!), wenns schön zu duften anfängt, die weich gewordenen Kichererbsen dazu, noch kurz weiter rösten. Dann die gehackten Tomaten dazu, kurz anköcheln lassen und schließlich den Weißwein dazugeben. Alles rüber in den kleinen Topf geben und, falls die Flüssigkeit die Kichererbsen nicht mindestens bis zur Hälfte bedeckt, noch etwas Wein nachgießen. Minze zugeben und gut umrühren. Wenige Minuten köcheln lassen und dann etwas abkühlen lassen.
  • Zwischenzeitlich die Aubergine und das Risotto anfangen. Empfehlung: Erst wenn die Aubergine im Ofen und der Reis am Kochen ist, hier weiter machen.
  • Alles im Töpfchen pürieren. Es darf noch etwas stückig bleiben, muss aber nicht. Hauptsache die Konsistenz ist am Ende mehr fest als flüssig, damit alles brav in der Aubergine bleibt.
  • Abschmecken! Die Tomatensoße muss unbedingt auch etwas fruchtig schmecken und nicht nur sauer&salzig. Wenn dem also noch nicht so ist, gebt  Zucker dazu. Wenns aber nur süß schmeckt, noch Salz und gegebenenfalls Essigessenz dazu – maximal teelöffelweise. Ein wenig frisch gemahlener Pfeffer darf jetzt auch endlich mit rein.
  • In der Pfanne die Zwiebel braten bis sie glasig ist. die Glasigen Zwiebelwürfel in die restliche Füllung geben – für das Extra Haptik!

Die Aubergine

  • Ihr schneidet das Grünzeug ab und halbiert die Auberginen. Mit einem Löffel oder einem Messer dann die Aubergine aushöhlen, so dass darin eine Kuhle für die Füllung entsteht. Das Fruchtfleisch nicht wegwerfen sondern beiseite legen für das Risotto – hier kommt nix weg was nicht weg muss!
  • Dann die Aubergine mit Olivenöl bepinseln und etwas pulverisierten Kardamon darüber streuen. Anschließend die halben Auberginen in den Ofen bei 200°C Umluft stellen, für etwa 20min. Wenn das weiße Fruchtfleisch etwas zu bräunen beginnt, sollten sie bereit sein.
    (für die Kalorienfans: Man kann auch statt alledem die Auberginenhälften in die Frittöse hauen. Dann aber hinterher wirklich gut abtropfen lassen!)
  • Holt also die Auberginen aus dem Ofen und rein mit der Füllung. Oben drauf macht sich dann noch Feta ausgezeichnet – als Scheibchen oben drauf oder (evtl. mit Minze) zu einer Käsepaste zerdrückt über die Füllung verteilen . Das ganze kann noch einmal für etwa 20min in den Ofen bei 200°C Umluft. Der Veganer lässt den Schritt einfach weg.
  • Wenn die Füllung blubbert und der Feta entweder schmilzt oder anbräunt (oder beides ^^)

Das „Gorgonzolarisotto“

Muss nicht dazu sein. Aber bietet sich halt als Auberginenreste-Auffangbecken gut an und schmeckt auch wirklich lecker!

Und ich setze das „Risotto“ mal in Klammern, weil ich den Reis ja nu doch nicht direkt mit dem ganzen Kram zusammen koche…
  • Koch den Reis, wie Du das gerne machst.
    • Ja ok, vielleicht hast Du noch nie einen gemacht. Also da der Reis ruhig klebrig sein darf, musste ihr vorher nicht waschen.
    • Pro geplanteTasse Reis 2 Tassen Wasser in den Topf oder Reiskocher geben. Wenn Du den Gorgonzola weglassen willst, kannst Du auch eine Tasse Wasser durch eine Tasse Weißwein ersetzen. Oder noch Gemüsebrühe dazugeben.
    • Also nach den Flüssigkeiten den Reis dazu, Herd voll aufdrehen bis es ordentlich blubbert. Dann Herd abdrehen, Deckel drauf und 20 min warten. Der Topf darf auf dem Feld stehen bleiben. Maximale Energieeffizienz, Tschakka!
  • Ordentlich Olivenöl in die Pfanne geben und den Gorgonzola hineinschmelzen lassen (oder halt nicht). Die Champignons und das Auberginenfleisch zur Hälfte des Schmelzprozesses dazugeben und zusammen schmoren lassen, bis das Gemüse halbwegs durch ist und der Gorgonzola sich mit allem verbunden hat.
  • Jetzt den Reis in die Pfanne geben, alles einmal gleich und dann alle 5 min gut mischen und zusammen braten. Der Reis darf ruhig immer mal etwas anbräunen. Wenn das Auberginenfleisch durch ist, ist das „Risotto fertig“

Zum Schluss:

  • Wer was fürs Auge will: Das Risotte lässt sich sehr schön in eine Tasse pressen und dann als Zylinder wieder auf den Teller transferieren.
  • Daneben die Auberginenhälfte(n) drapieren.
  • Mit Rucula, Feldsalat oder Minzblättern – oder allem gleichzeitig – dekorieren. Kannst auch gerne direkt einen Salat draus machen. Is ja Deine Entscheidung!

Wer das sieht und keinen Hunger bekommt… ist ein Fall für die Notschlachtung! 😉

Guten Appetit !


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